Vegetarier- / Veganer-Check

Als Vegetarier oder Veganer kennen Sie das Phänomen: Ihre Umgebung macht sich mehr Sorgen um IHRE, als um die EIGENE Ernährung. Oft wird ein Verzicht auf Fleisch oder tierische Produkte im Allgemeinen damit gleichgesetzt, dass ein Mangel droht. Da wir immer wieder von Patienten, aber auch von besorgten Angehörigen gefragt werden, ob eine vegetarische / vegane Ernährung gefährlich ist, haben wir diese Informationen zusammengestellt und bieten eine Kontrolluntersuchung für Sie an.


Vegetarisch / vegan: nicht automatisch gesund!

Ob vegetarisch oder vegan, bei jedem Ernährungsstil gilt: es kommt darauf an, dass man sich gesund und abwechslungsreich ernährt. Wer also einfach Fleisch bzw. alle tierischen Produkte weg lässt, riskiert tatsächlich einen Mangel. Man is(s)t also nicht automatisch gesund. Allerdings wird bei dieser Betrachtung gerne ausgeblendet, dass unsere „westliche“ Ernährungsweise zu einer großen Anzahl so genannter Zivilisationskrankheiten führt. Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- und viele Krebs-Erkrankungen gehen zu einem erheblichen Teil auf eine schlechte Ernährung zurück. Für uns Ärzte ist es daher leichter, einen ernährungsbedingten Mangel an Nährstoffen auszugleichen, als die Folgen einer fleischreichen Ernährung zu behandeln. Unabhängig davon, wie hoch Ihr Fleischanteil ist: versuchen Sie möglichst Fast Food zu vermeiden und möglichst einen hohen Anteil an naturbelassenen Lebensmitteln zu sich zu nehmen. Auch so genannte „Normalesser" sollten dadurch ihren Anteil an Mineralien und Vitamine auf einen guten Level bringen. 

 

Die häufigsten Vorurteile im Check:

Vegetarier haben häufiger einen Eisenmangel 

Das ist statistisch eindeutig widerlegt. Vegetarier haben keinen Nachteil bei der Eisenversorgung im Vergleich zu einer „westlichen" Ernährung. Voraussetzung ist allerdings, dass nicht einfach Fleisch weggelassen wird, sondern ausreichend eisenhaltige Nahrungsmittel verzehrt werden!

 

Vitamin B12-Mangel durch Pflanzenkost 

Eine rein pflanzliche Ernährung kann durchaus zu einem Vitamin B12 Mangel führen. Es ist richtig, dass das Vitamin B12 in größeren Mengen nur in tierischen Produkten vorkommt. Deshalb sollten besonders Veganer, aber auch konsequente Vegetarier auf eine ausreichende Zufuhr von B12 achten. Hier können angereicherte Lebensmittel hilfreich sein. Wenn dies nicht erfolgt, kann es tatsächlich zu einem Vitamin B12-Mangel kommen. Dieses Vorurteil ist also nicht ganz von der Hand zu weisen; der Mangel ist aber vermeidbar oder kann behoben werden.

 

Vegetarier nehmen nicht genügend Eiweiß zu sich 

Diese Annahme ist falsch. Eine bewusste, ausgeglichene Ernährung mit Getreideprodukten, Nüssen und Tofu sorgt für eine ausreichende Proteinzufuhr. Ein Mangel an Eiweißen ist also nicht notwendigerweise Folge einer fleischlosen Ernährung.

 

Vegetarier leiden unter Kalziummangel

Eine der effektivsten Werbekampagnen war die "Milch-macht-müde-Männer-munter“-Kampagne. Viele Menschen denken noch heute, dass ohne Milch und Milchprodukte kein gesundes Leben möglich ist. Dies ist aber nicht zutreffend. Es gibt durchaus Alternativen, genügend Kalzium in den Körper zu bekommen. Viel wichtiger für die Vermeidung von Osteoporose ist - das weiß man mittlerweile - eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D. Vegetarier und Veganer sollten auf eine ausreichende Versorgung mit Kalzium achten. Kohl, Hülsenfrüchte, Sesam und Mandeln sind hilfreich. Auch bei der Wahl des Mineralwassers sollte auf ausreichend Kalzium geachtet werden. - Ein gelegentlicher Blick auf Calcium & Vitamin D macht also Sinn.


Zusammenfassung
Mangelerscheinungen sind bei Vegetariern und Veganern nicht vorprogrammiert, aber möglich. Viele Bedenken sind übertrieben. Vor allen die ovo-lacto-vegetarische Ernährung (also unter Einbeziehung von Eiern und Milchprodukten) ist -richtig praktiziert- unbedenklich. Sie ist einer typisch westlichen „Wohlstandsernährung" sogar überlegen. Um es einmal etwas plastisch zu formulieren: Wir behandeln lieber einen gelegentlichen Vitamin B12-Mangel als viele Folgekrankheiten durch zu hohen Fleisch- und Fettkonsum. Bei einer vollwertigen, überwiegend pflanzlichen Ernährung treten Zivilisationskrankheiten des Herz-Kreislauf-Systems, Bluthochdruck, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und bestimmte Krebsarten viel seltener auf.

Wenn Sie Hinweise auf einen Mangel bei sich vermuten (oder einfach nur Ihre Umgebung beruhigen müssen) können Sie gerne einen Check-Termin ausmachen. 

 

Achtung: Schwangeren, Stillenden und Kindern wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin klar von einer reinen Pflanzenkost abgeraten.

 

Check vereinbaren

Einen Check können Sie gerne vereinbaren. Unser Praxisteam wird mit Ihnen zwei Termine vereinbaren: Einen Termin zur Blutentnahme und ein paar Tage später zur Untersuchung und Besprechung die Werte. 

Der Zusatz-Check ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Sie erhalten die Leistungen als Privatpatient. Die Abrechnung erfolgt über unsere Abrechnungsstelle, den Kölner Abrechnungsdienst. Dazu müssen Sie mit der Weitergabe Ihrer Daten an die Abrechnungsstelle einverstanden sein. 

 

Unser Leistungsangebot für alle interessierten Patientinnen und Patienten, die sich im Rahmen einer vegetarischen / veganen Ernährung untersuchen lassen möchten:

Bestimmung von:

  • großem Blutbild, Eisen, Ferritin, Gesamteiweiß, Kalzium, Magnesium,  Zink, Jod, Folsäure, Vitamin B12.
  • Kurze spezifische Anamnese
  • symptomorientierte körperliche Untersuchung
  • Beratung anhand der erhobenen Befunde

Die Leistungen erhalten Sie komplett für 124,00 €

Bitte beachten Sie, dass es sich NICHT um eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen handelt.

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© Dr. med. Guido Pukies