Symbioselenkung - gesunder Darm

Ganzheitliche Darmdiagnostik- 
neue Wege zur Abklärung und Therapie von Darmbeschwerden, Allergien und Abwehrschwäche


Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient, 
Sie interessieren sich für eine ganzheitliche Darm-Diagnostik. Hierbei handelt es sich um ein nicht belastendes diagnostisches Verfahren, in dem Ihre Stuhlprobe auf das Vorhandensein relevanter Bakterien und Pilze hin untersucht wird. Anders als in den klassischen schulmedizinischen Laboruntersuchungen wird nicht nur danach geschaut, ob die üblichen Krankheitskeime (Salmonellen und Co) vorhanden sind, sondern es wird auch überprüft, ob die für unseren Körper wichtigen probiotischen Gesundheitskeime in ausreichender Anzahl und regelrechter Zusammensetzung vorhanden sind. Leider fehlt in der Schulmedizin dieser Aspekt der Diagnostik. Es wird nicht darauf geachtet, ob nützliche Keime fehlen und durch eine probiotische Therapie eine Behandlungsmöglichkeit besteht. 

Moderne Stuhldiagnostik zur Abklärung der mikrobiologischen Verhältnisse im Darm.
Immer mehr lernen wir über die Bedeutung des Immunsystems im Darm für das allgemeine Abwehrverhalten des Körpers. Es kann daher sinnvoll sein, dass Mikrobiom (die Summe aller Bakterien im Darm) zu untersuchen und bei einer fehlerhaften Zusammensetzung diese zu regulieren. Über naturheilkundliche Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten beraten wir Sie gerne in unserer naturheilkundlichen Sprechstunde.

Warum ganzheitliche Stuhldiagnostik?
Der Darm ist die größte Oberfläche des Körpers. Verschiedene Faltungsstrukturen machen es möglich, dass die Oberfläche des gesamten Verdauungstraktes ca. 400-600 m2 beträgt.
Der menschliche Darm ist nicht steril – er wird von unzähligen Bakterien und Pilzen besiedelt. Alle zusammen bilden die individuelle Darmflora des Menschen. Heute wissen wir, dass uns die meisten dieser kleinen „Siedler“ neutral bis wohlgesonnen gegenüber eingestellt sind. Viele leisten sehr wichtige Beiträge, ohne deren Erfüllung wir nicht existieren könnten. Insgesamt ist die Forschung zu diesem Themengebiet aber noch sehr in den Kinderschuhen. Von der Schulmedizin lange belächelt, ist die Naturheilkunde hier seit Jahren aktiv. Inzwischen gibt es auch einige Universitätskliniken, die sich diesem Themenbereich öffnen und erste Studien für einzelne Krankheiten anbieten.
Natürlich gibt es in der Darmflora Bakterien und Pilze, die sich, wenn sie nicht unterdrückt würden, negativ auf unsere Gesundheit auswirken könnten. So können bestimmte Bakterien Durchfälle auslösen und in seltenen Fällen sogar zu schweren Komplikationen führen. Man kann die Mikro-Lebensgemeinschaft der Darmflora als eigenes kleines Ökosystem beschreiben. Dieses Ökosystem ist beim gesunden Menschen sehr stabil.
Die für uns nützlichen Bakterien erfüllen ihre Arbeit und unterdrücken die schädlichen Keime, die Krankheiten auslösen können. Manchmal kann dieses Gleichgewicht zwischen „guten“ und „bösen“ Bakterien gestört werden. Negativer Stress, Einnahme von Medikamenten (z.B. Antibiotika und / oder Kortison) können zu Veränderungen in der zahlenmäßigen Zusammensetzung führen. Die Darmflora verändert sich und mit ihr auch die Eigenschaften. Kurzfristige Störungen der Darmflora äußern sich meistens in Beschwerdebildern, die auf den Verdauungstrakt beschränkt bleiben (Durchfall oder Blähungen).
Ist die Flora über einen längeren Zeitraum gestört, können von hier ernsthaftere Erkrankungen ihren Ausgangspunkt nehmen. So kann die Darmflora auch an Erkrankungen beteiligt sein, die auf den ersten Blick einen Zusammenhang mit der Darmflora nicht vermuten lassen (z.B. chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Allergien, Neurodermitis, Infektanfälligkeit).
Bei folgenden Beschwerden ist eine eingehende Darm-Diagnostik empfehlenswert:
• bei anhaltenden Blähungen
• bei Verstopfung und / oder Durchfall über einen längeren Zeitraum
• bei Bauchschmerzen
• beim sogenannten „Reizdarmsyndrom“
• bei chronischen Infekten des Magen-Darmtraktes
• bei chronischen Infekten der Atemwege
• bei Allergien
• bei chronischen Hauterkrankungen und
• bei Umwelterkrankungen. 
Eine Abklärung der mikrobiellen Verhältnisse im Darm kann dazu beitragen, dass Erkrankungen frühzeitig erkannt werden bzw. erst gar nicht entstehen.

Der Darm als Verdauungsorgan
Der Darm ist unser größtes Organ. Seine Hauptaufgabe ist die Verdauung von Nahrungsbestandteilen und die anschließende Aufnahme (Resorption) dieser zerlegten Bestandteile in das Blut.
Die Verdauung beginnt bereits im Mund- und Rachenraum. Hier werden die Speisen mechanisch zerkleinert und mit dem Speichel, der verschiedene Enzyme (Reaktionsbeschleuniger) enthält, eingedickt und vorverdaut. Durch das Schlucken wird der Nahrungsbrei in den zweiten Abschnitt, den Magen, transportiert. Hier wird der Speisebrei durch Magensäure und weitere Enzyme aufgespalten.
Abhängig von der ursprünglichen Zusammensetzung der Nahrung, erreicht der Speisebrei nach ein bis zwei Stunden den Dünndarm. Aus der Gallenblase wird dem Nahrungsgemisch die Gallenflüssigkeit, die für die Emulgierung der Fettbestandteile verantwortlich ist, zugesetzt. Auch Bakterien der Darmflora sind an der „Zersetzung“ der Nahrung beteiligt. Hier helfen bestimmte Bakterien dabei, Fette und Eiweiße zu spalten und so verdaulicher zu machen. Die Bauchspeicheldrüse setzt Enzyme frei, die helfen, die Nahrung in ihre Grundbestandteile (Kohlenhydrate, Eiweiße und Fettsäuren) aufzuspalten. Die sehr große Oberfläche des Darmes hilft dabei, dass die drei Grundbestandteile vom Darm in das Blut aufgenommen werden können. Über das Blut werden die Nährstoffe jetzt weiter an die einzelnen Körperzellen transportiert.
Langfristige Störungen der Darmflora können dazu führen, dass durch entzündliche Prozesse an der Darmschleimhaut Nährstoffe nur unzureichend vom Körper aufgenommen werden.

Der Darm als Immunorgan 
Seit einigen Jahren ist bekannt, dass der Hauptteil (ca. 80%) des Immunsystems im Darm lokalisiert ist. Die Darmflora stellt, wie bereits beschrieben, ein stabiles Ökosystem dar, das sich weitestgehend selber reguliert. Es bedarf dennoch einer übergeordneten Instanz, die aktiv ordnend eingreifen kann, wenn sich das System nicht mehr selber regulieren kann. Gewisse Bakterien haben einen stimulierenden Einfluss auf das Immunsystem, andere Bakterien oder Pilze dämpfen die Aktivität der Abwehrkräfte.

Ganzheitliche Darmdiagnostik
Im Rahmen einer ganzheitlichen Darm-Diagnostik kann man Ihre Stuhlprobe auf verschiedene Bakterien und Pilze untersuchen, von denen man weiß, dass sie einen Einfluss auf die Darmflora und das jeweilige Krankheitsgeschehen haben und so der Gesundheit förderlich oder aber abträglich sein können.
Neben der Gesamtanzahl der Bakterien werden die gefundenen Bakterien verschiedenen Funktionsgruppen zugeordnet. Man unterscheidet in der ganzheitlichen Darmdiagnostik:
Immunflora
Sie enthält bestimmte Bakterien, die das Immunsystem durch ihre Oberflächenmerkmale besonders stark modulieren (je nach Störung aktivieren oder dämpfen) können. Sind diese Bakterien vermindert vorhanden, fehlt dem Immunsystem der ständige Trainingspartner und es kann zu Immunstörungen kommen.
Eiweißspaltende Flora (Proteolytische Flora)
Sie enthält die Bakterien, denen Eiweiß als Nahrungssubstrat dient. Sie aktivieren das Immunsystem, können aber bei eiweißreicher Ernährung Verdauung und Leber belasten.
Schutzflora (Protektivflora) – Darmlumen
Zu ihr gehören vor allem Milchsäurebakterien, die den Säuregrad des Darminhaltes regulieren und gefährliche Bakterien direkt bekämpfen und verdrängen können. Bakterien der Protektivflora sind die „Wächter“ einer gesunden Darmflora. Wir leben mit ihnen in einem besonders engen Verhältnis. Unser Immunsystem toleriert sie und wir „ernähren“ sie mit unterschiedlichsten Nahrungsbestandteilen. Dafür schützen sie uns vor gefährlichen Krankheitserregern, versorgen uns mit Vitaminen (z.B. Vitamin K, Vitamin B12, Folsäure, Pantothensäure) und leisten einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit der Darmschleimhaut. Ihre Wirkung auf das Immunsystem ist eher schwach.
Schleimhautschützende (mukosaprotektive) Flora
Zu ihr zählen die Bakterienarten, die essentiell für die Nährstoffversorgung der Darmschleimhaut sind. Sie zeichnen dafür verantwortlich, dass genügend Darmschleim gebildet wird und die Darmschleimhaut genügend Nährstoffe erhält. Nur eine gesunde, gut ernährte Darmschleimhaut ist eine effektive Barriere gegen krankheitserregende Bakterien, Pilze und Allergene. Wird sie nur unzureichend mit Nährstoffen versorgt, können sich Erkrankungen von hier auf den ganzen Körper ausweiten.
Pilzdiagnostik
Hier untersuchen wir die Probe auf im Verdauungstrakt vorkommende Hefen und Schimmelpilze.

Hilfe durch Stuhldiagnostik
Störungen der Darmflora zeigen sich bei chronischen Erkrankungen, können aber auch bereits in frühen Krankheitsstadien nachgewiesen werden.
Durch eine auf den Laborergebnissen basierende, individuell für Sie zusammengestellte Therapie können so frühzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, bevor die Krankheit chronisch wird.
GEZIELTE THERAPIE - 
PRObiose statt ANTIbiose
In Abhängigkeit von dem Untersuchungsergebnis werden Ihnen individuelle Erklärungen zu Ihrem Befund sowie Therapievorschläge schriftlich an die Hand gegeben.
Selbstverständlich wird die Auswahl der für Sie geeigneten Behandlungsmaßnahmen gemeinsam mit Ihnen besprochen. In seiner Gesamtheit bietet die Untersuchung die Möglichkeit, Beschwerden frühzeitig, sicher und schmerzfrei zu diagnostizieren und dadurch, wenn nötig, schnell und effektiv die für Sie passende Therapie einzuleiten.

Kosten
Die Kosten für eine ganzheitliche Diagnostik werden leider nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Die überwiegende Zahl der privaten Kostenträger macht keine Probleme bei der Kostenerstattung. Trotzdem macht es Sinn, vorab mit dem Versicherungsträger die Kostenübernahme zu klären.
Für Rückfragen und Terminvereinbarungen steht Ihnen das Praxisteam gerne zur Verfügung!
Wir wünschen Ihnen alles Gute und gute Genesung!

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© Dr. med. Guido Pukies