Fit über den Winter

Wenn die Temperaturen sinken, steigen die Infektzahlen. Das hat Ursachen. Mit den folgenden Informationen möchten wir versuchen, Sie möglichst fit über den Winter zu bekommen. 

Keimen aus dem Weg gehen

Die meisten Menschen sind leider so erzogen, dass sie beim Husten oder Niesen die Hand vor den Mund halten. Das ist aus ärztlicher Sicht sehr unhygienisch, da so die Krankheitskeime beim Husten oder Niesen in der Hand gesammelt werden und dann beim Händeschütteln oder über Türklinken etc. an andere Menschen unwissend weitergegeben werden. Es würde also schon helfen, wenn hier alle Erkrankten nicht mehr in die Hände niesen und husten würden, sondern stattdessen in ein Papiertaschentuch oder in den Ellenbogen. Wir empfehlen grundsätzlich, in der Erkältungszeit möglichst wenige Hände zu schütteln. 

Handhygiene
Besonders in der Infektzeit ist eine gute Handhygiene sinnvoll. Auf Desinfektionsmittel kann verzichtet werden. Häufiges Händewaschen mit flüssiger Seife reicht völlig aus, wenn dabei auch die Fingerzwischenräume und die Daumen mit gewaschen werden. Waschen Sie sich zumindest immer, wenn Sie nach Hause kommen und vor den Mahlzeiten mit flüssiger Seife die Hände und zusätzlich dann, wenn Sie das Gefühl haben, in einer gefährlichen Situationen (siehe oben) unterwegs gewesen zu sein. Außerdem sollten Sie versuchen, mit den Händen möglichst wenig im Gesicht zu hantieren, da man meistens die Keime über die Hände an die Atemwege (Mund und Nase) bringt. Die Gefahr, dass man durch Einatmen der Viren krank wird, ist in der Regel deutlich überschätzt. 

Vermeiden Sie kalte Füße

Ein großer Risikofaktor für den Ausbruch einer Erkältungskrankheit sind kalte Füße. Klingt kurios, ist aber wahr! Es gibt es einen Reflex, der allgemein die Durchblutung der Schleimhäute reduziert. Dann können nicht mehr genug Abwehrzellen in der Schleimhaut dafür sorgen, dass die Viren abgewehrt werden, und diese können sich in der Schleimhaut ausbreiten und später den ganzen Körper befallen. Achten Sie also darauf, dass die Füße nicht kalt werden!

 

Richtig lüften

Nehmen Sie regelmäßig kurz eine so genannte „Stoßlüftung“ vor, in dem Sie die Fenster kurz weit öffnen, damit ein Luftaustausch stattfindet, ohne dass (wie bei der Kipplüftung) der Raum auskühlt. Im Winter sind die Räume durch die Heizung meistens warm und trocken. Das führt dazu, dass die Schleimhäute austrocknen und so eine leichtere Beute für die Viren werden.


Kleidung
Kleiden Sie sich am besten nach dem "Zwiebelschalenprinzip". So können Sie sich immer den aktuellen Temperaturen innen und außen anpassen und vermeiden nasse Kleidung. 

 

Naturheilverfahren
Viel Bewegung an der frischen Luft ist ein guter Schutz vor Infekten. Wenn Sie vorbeugen wollen, helfen auch regelmäßige Saunagänge, das Immunsystem abzuhärten. Kneippsche Güsse sind ebenfalls effektiv zur Vorbeugung geeignet. Bereits Kinder können an Kneippsche Verfahren herangeführt werden. Nicht nur für Kinder gilt: Es darf nie unangenehm sein. Fangen Sie wie folgt an: nach dem normalen Duschen kurz das Wasser auf kühl (nicht eiskalt!) stellen und von der Fußspitze einmal kurz bis zum Knie und wieder zurück abduschen. Danach die Fußunterseite und die Unterschenkelrückseite bis zum Knie kalt abduschen und wieder bis unten zurück. Dann das andere Bein. Sie können dann auch an den Armen weitermachen und kurz an den Fingerspitzen anfangen und die Unterarme bis zum Ellbogen an der Vorder- und Rückseite kurz kalt abbrausen. Später können Sie dann auch näher an den Körperstamm heran arbeiten und schließlich (für Fortgeschrittene!) zum Schluss auch den Körperstamm kurz kühl abduschen. Danach dann nicht mehr warm duschen, sondern sich abtrocknen und die Erwärmung von innen genießen.

 

Richtige Ernährung

In der Naturheilkunde spielt die richtige Ernährung eine große Rolle. Dies ist auch bei Infektionserkrankungen im Winter ein nicht zu unterschätzender Punkt. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Besonders Zitrusfrüchte und Kiwis enthalten viel Vitamin C, welches das Immunsystem unterstützt.

Ozontherapie und Vitamin C

Zur Stärkung des Immunsystems kann eine Eigenbluttherapie mit Ozon sinnvoll sein. Bei Infekten wird diese gerne mit (hochdosiertem) Vitamin C kombiniert. Nähere Informationen finden Sie im Flyer „Ozon“.

Zink
…ist eine Art Feuerwehr der Abwehrprozesse. Bei viralen Infekten kann es gut helfen. Daher ist es sinnvoll, auch bezüglich der Spurenelemente auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Wenn es zu einem Infekt kommt, kann Zink -in der Frühphase eingenommen- einen positiven Effekt haben. 

Pflanzlichen Mittel

In der Pflanzenheilkunde gibt es einige Wirkstoffe, die einen vorbeugenden Effekt haben. Diese können aber nicht die ganze Winterzeit über eingenommen werden, da sie dann möglicherweise zu einer Sensibilisierung oder sogar Allergie führen könnten. Sind Sie in einer konkreten Situation zum Beispiel nass oder sehr kalt geworden, können z.B. Echinacea-Präparate aber -kurzzeitig eingenommen- hilfreich sein. 

Was tun, wenn es trotzdem passiert ist?

Erst einmal ist es wichtig, dass Sie sich ein bisschen Zeit für Ihre Gesundheit nehmen. Gemeinsam sollten wir schauen, ob es sich um einen eher lästigen und meist harmlosen Erkältungsinfekt oder die echte Grippe handelt.

 

Echte Grippe („Influenza“) oder nur Erkältung?

Kurz gesagt (und etwas vereinfacht) tritt die echte Grippe sehr plötzlich auf und macht ein deutlich schlimmeres Krankheitsgefühl als eine „normale Erkältung“. Meist ist das Fieber auch deutlich höher als beim grippalen Infekt. Während ein grippaler Infekt eher ein lästiges Problem ist, ist die „echte Grippe“ eine ernsthafte Bedrohung auch für junge Menschen. Leider werden in Deutschland durch die unglückliche Begriffswahl beide Erkrankungen häufig miteinander verwechselt. Wenn dann jemand nach einer Grippeschutzimpfung an einer Erkältung erkrankt, wird häufig vermutet, die Grippeschutzimpfung sei nicht effektiv gewesen oder möglicherweise sogar schuld am Infekt. Dadurch sind leider gerade in Deutschland die Grippe-schutzimpfungsraten im internationalen Vergleich sehr schlecht.

 

Finger Weg von Aspirin (Acetylsalicylsäure)!

Der Infekt verbraucht ohnehin schon viel wichtiges Vitamin C. Aspirin ist ein zusätzlicher Vitamin-C-Killer. Also: Finger weg von Aspirin bei Infekten...! Achten Sie auch darauf, dass Sie es nicht in Kombinationsmitteln einnehmen.

 

Wann ist ein Arztbesuch sinnvoll?
Kommen Sie in die Praxis wenn

  • der Infekt länger als einer Woche andauert, 
  • Sie länger als drei Tage anhaltend Fieber haben, 
  • Sie Fragen zur Behandlung oder Sorgen zu Ihrem Krankheitsverlauf haben.

 

Wichtig ist, dass Sie in Ruhe gesund werden. Dazu ist in der Regel eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung notwendig. Vermei­den Sie Anstrengungen und Belastungen, bleiben Sie mit Fieber im Bett. Dann kann Ihr Immunsystem seine Arbeit in Ruhe verrichten! 

 

Was, wenn ich keine Zeit für einen Infekt habe?

Ein häufiges Problem in den Wintermonaten ist, dass unsere Patienten eigentlich gar keine Zeit für eine Krankheit und die damit verbundene Auszeit haben. Im Rahmen der orthololekularen Medizin gibt es einige Behandlungsoptionen, die den Verlauf mildern und verkürzen können. Mehr dazu finden Sie auf der Unterseite "Grippe-Stopp".

 

Wie lange bin ich mit einer Erkältung ansteckend?

Zu Beginn der Erkrankung ist die Virusmenge in den Sekreten besonders hoch. Beim Husten und Niesen gelangen in dieser Zeit die meisten Viren in die Umge­bung. Wenn dabei die Hände vor das Gesicht gehalten werden, sind diese hoch verseucht. Alle Gegenstände, die der Erkrankte danach anfasst, können dann für Andere ansteckend sein.

 

Warum kommen Erkältungs-Infekte so häufig wieder?

Die Symptome sind zwar ähnlich, verursacht werden sie aber durch eine Vielzahl verschiedener Erkältungs­viren. Da pro Saison über 100 verschiedene Erkäl­tungsviren im Umlauf sind, kann es passieren, dass Sie sich nacheinander mit verschiedenen Viren infizie­ren. Gerade dann, wenn Ihr Immunsystem geschwächt ist, können wiederkehrende Infekte auftreten. Das Immunsystem muss dann jeden Keim neu bekämpfen. Nach der Infektion dauert es meist ein bis zwei Tage, bis die ersten Symptome auftreten. Manche Menschen werden allerdings nicht krank, obwohl sie sich anste­cken, und geben nur die Erreger weiter. In der Regel ist nach einer Woche die Ansteckungsgefahr aber gebannt. - Wenn Sie aber schon nach 2-3 Tagen wie­der „pflichtbewusst“  zur Arbeit gehen, werden Sie wahrscheinlich Ihre Kollegen anstecken. 

 

Vitamin D-Mangel?

Vielleicht steckt hinter häufigen Infekten bei Ihnen auch ein Vitamin D-Mangel. Leider wird die Diagnostik und Therapie von Vitamin-D Erkrankungen nur bei nachgewiesener Osteoporose von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlt. 

 

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© Dr. med. Guido Pukies