Wie Sie an FFP2-Masken kommen

So erhalten Sie als Risikopatienten die versprochenen FFP-2-Masken

Wer bekommt Masken?

Die Verordnung legt für die Abgabe der Schutzmasken mehrere Voraussetzungen fest:

  1. Die Person muss in Deutschland ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort haben.
  2. Sie ist über 60 Jahre alt ODER
  3. es liegt (mindestens) einer der genannten Risikofaktoren vor.

 

Zu den Risikofaktoren nach 3 zählen:

  • COPD oder Asthma bronchiale
  • Chronische Herzinsuffizienz
  • Chronische Niereninsuffizienz
  • Zerebrovaskuläre Erkrankung (vor allem Schlaganfall)
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • Aktive, fortschreitende oder metastasierende Krebserkrankung sowie laufende oder bevorstehende Therapie, die die Immunabwehr beeinträchtigt
  • Erfolgte Organ- oder Stammzelltransplantation
  • Risikoschwangerschaft

Der Anspruch gilt nicht nur für GKV-Mitglieder, sondern auch für nicht gesetzlich Krankenversicherte.

 

Wie erhält man die Masken?

Für die Abgabe der Masken wurden drei Zeiträume definiert. Je nach Zeitraum unterscheidet sich, was bei der Abholung in der Apotheke als Nachweis vorzulegen ist.

Zeitraum 1: Ab Inkrafttreten der Verordnung (möglicherweise 15. Dezember) bis 31. Dezember 2020:

In dieser Zeit erhalten Risikopersonen drei Masken in der Apotheke. Damit die Vergabe möglichst schnell starten kann, müssen sie dafür lediglich ihren Personalausweis vorlegen. Besteht der Anspruch aufgrund einer der genannten Erkrankungen oder Risikoschwangerschaft müssen sie dies durch „Eigenauskunft nachvollziehbar darlegen“.

Was „nachvollziehbar“ heißt, dafür nennt die Rechtsverordnung keine Beispiele. Denkbar wäre bei Schwangeren aber zum Beispiel die Vorlage des Mutterpasses, aus dem etwa eine Mehrlingsschwangerschaft hervorgeht, oder bei chronischen Erkrankungen ein Medikationsplan oder etwa das Vorzeigen des jeweiligen verordneten Medikaments (wie Inhalator o.Ä.). Empfehlenswert kann darüber hinaus der Gang in die “Stamm-Apotheke” sein; diese kennt ihre Kunden und deren Medikation bei einer chronischen Erkrankung in der Regel, was als Nachweis gelten dürfte. 

 

Zeitraum 2 und 3: 1. Januar – 28. Februar sowie 16. Februar – 15. April 2021

In jedem der beiden Zeiträume erhalten die Risikopersonen je sechs Masken in der Apotheke. Für die Abgabe müssen sie dafür nun einen fälschungssicheren Coupon ihrer Krankenkasse vorlegen.

Die gesetzlichen wie privaten Krankenkassen werden diese gestaffelt an ihre berechtigten Versicherten verschicken. Zunächst werden Personen über 75 Jahre angeschrieben. Anschließend sind Personen über 70 Jahre oder mit einem Risikofaktor (s. oben Punkt 3) an der Reihe. Danach folgen Personen ab 60 Jahre.

In diesen beiden Zeiträumen zahlen die Versicherten zwei Euro für sechs Masken aus eigener Tasche. Die restlichen Kosten tägt der Bund. Die Coupons sind von den Apothekern abzustempeln und zu unterschreiben. Sofern die nötige Packungsgröße nicht mehr verfügbar ist, dürfen Apotheker die Schutzmasken unter Einhaltung der Schutzstandards auch neu „umpacken“.

 

Bund trägt die Kosten

Je Schutzmaske erhalten die Apotheken insgesamt sechs Euro. Die dafür nötigen Mittel streckt zunächst das Bundesamt für soziale Sicherung (BAS) aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds der gesetzlichen Krankenkassen vor. Diese werden dann aber aus Bundesmitteln an den Fonds erstattet. Die Regierung rechnet mit Gesamtausgaben in der Höhe von 2,5 Milliarden Euro.

Auch wenn Schutzmasken sinnvoll sind, bedenken Sie bitte: Auch FPP2-Masken bieten keinen hundertprozentigen Schutz vor dem Coronavirus.

 

 

Wann habe ich Anspruch auf eine kosten- freie / vergünstigte FFP2-Schutzmaske? 
Wenn Sie in Deutschland leben und

  • über 60 Jahre alt sind 
  •  
  • chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) 
  • oder Asthma bronchiale, 
  • chronische Herzinsuffizienz, 
  • chronische Niereninsuffizienz, 
  • eine zerebrovaskuläre Erkrankung (Schlaganfall), 
  • Diabetes mellitus Typ 2 oder 
  • eine Krebserkrankung oder Chemotherapie haben, 
  • eine Organ- oder Stammzellentransplantation 
  • stattgefunden hat oder 
  • eine Risikoschwangerschaft vorliegt.

 

Ob Sie gesetzlich oder privat versichert sind, spielt dabei keine Rolle. 

Wichtig: Ihre Krankenkasse überprüft Ihre Daten automatisch und schickt Ihnen, sofern ein Risikofaktor vorliegt, die benötigten Coupons zu (s. unten). Sollten Sie das Gefühl haben, dass Sie zu einer Risikogruppe gehören, aber keine Coupons erhalten haben, wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse. Ihre Hausarztpraxis kann Ihnen keinen Anspruch bescheinigen.

 

Wie erhalte ich meine FFP2-Schutzmasken? 

  • voraussichtlich 15.-31. Dezember 2020:
    Sofern Sie zu den Risikogruppen zählen (s. oben), können Sie sich drei kostenlose Masken in der Apotheke holen. Dazu ist kein Attest Ihrer Hausarztpraxis nötig! Die Vorlage des Personalausweises (für den Altersnachweis) oder die glaubhafte Angabe, zu welcher Risikogruppe Sie gehören, reicht aus. Gehen Sie idealerweise in Ihre „Stamm-Apotheke“. Diese kennt Sie und Ihre übliche Medikation, die eine vorliegende chronische Erkrankung belegt.

Wichtig: Sofern Ihre Apotheke keine „Dreier-Packungen“ vorrätig hat, darf sie die drei Schutzmasken neu verpacken. Dabei wird die Schutzwirkung nicht beeinträchtigt – auch wenn die Verpackung möglicherweise anders aussieht als erwartet. 

  • Januar bis 15. April 2021
    Ab Neujahr erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse fälschungssichere Coupons, gegen deren Vorlage Sie weitere Masken in der Apotheke erhalten. Einen ersten Coupon erhalten Sie vor dem 28. Februar, einen weiteren dann im März/April (s. unten). Diese können Sie in der Apotheke gegen jeweils sechs Schutzmasken einlösen. Die Apotheken behalten den Coupon ein; Sie müssen unterschreiben, dass Sie dafür die Masken erhalten haben. 

 

Was kosten mich die Masken? 

Die ersten drei Masken sind kostenfrei; pro eingelöstem Coupon, also sechs Masken, müssen Sie dann einen Eigenanteil von zwei Euro zahlen. Dieser wird direkt vor Ort an die Apotheke gezahlt. 

Wie viele Masken erhalte ich? 

Insgesamt sind für den Winter 2020/21
15 FFP2-Masken pro Person vorgesehen:

  • 3 vor Neujahr,
  • 6 zwischen dem 1. Januar und 28. Februar 2021 und 
  • 6 im Zeitraum vom 16. Februar bis 15. April 2021. 

 

Bin ich mit den FFP2-Schutzmasken sicher? 

FFP2-Masken filtern Partikel zwar besonders wirksam. Bei Tests müssen sie mindestens 94 Prozent der Aerosole herausgefiltert haben. Doch: Auch FFP2- Masken bieten keinen 100-prozentigen Schutz! Es ist weiterhin nötig, Abstands- und Hygieneregeln sowie geltende Kontaktbeschränkungen einzuhalten. 

Wichtig: Es sind verschiedene Maskentypen zugelassen. Nicht alle tragen ein „FFP2-Siegel“; manche sind auch mit N95, P2 oder anderen Kürzeln gekennzeichnet. Dies weist in der Regel jedoch nicht auf eine geringere Schutzwirkung hin. 

 

So. Mit diesen Infos hoffen wir, Ihnen den Weg zu möglichst gutem Schutz aufgezeigt zu haben.

 

Ihr Praxisteam Drususallee

 


 

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Meditation gegen Corona-Angst
Frau Dr. Schöfmann hat für Sie eine etwa 20minütige Meditation bei / gegen Corona-Angst erstellt. Wir hoffen, Ihnen mit der Meditation diese schwere Zeit etwas zu erleichtern.
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© Dr. med. Guido Pukies