Impfmöglichkeit mit Vaxzevria® (ehemals „AstraZeneca“) in der Praxis pro & contra

Jeder Tropfen Impfstoff zählt: Das Team der Praxis Drususallee kämpft für Sie um jede Impfdosis.

Die erforderlichen Unterlagen finden Sie hier:

Vaxzevria® - ein Update (8.5.)

Vaxzevria® von AstraZeneca – ein Update (8.5.):

Die Stiko („ständige Impfkommission“ beim RKI) empfiehlt den Impfstoff von AstraZeneca nur für über 60jährige. Bund und Länder haben den Impfstoff nun für alle Altersgruppen freigegeben. Hier finden Sie, was Sie aus hausärztlicher Sicht wissen sollten, um sich für oder gegen das Impfangebot entscheiden zu können.

Diese Information kann und soll das Aufklärungsblatt des RKI und eine ärztliche Aufklärung nicht ersetzen, sondern nur ergänzen. Lesen Sie also unbedingt gründlich die Hinweise des RKI zu Vaxzevria® und besprechen Sie Ihre Fragen vor einer möglichen Impfung!

 

Altersfreigabe: Was denn nun?

Der Impfstoff ist für Menschen ab 18 zugelassen. Das sehen auch die europäische Arzneimittelbehörde und die Politik in Deutschland so. Die Stiko allerdings empfiehlt den Wirkstoff erst für über 60jährige. Hintergrund sind die zwar sehr seltenen, aber an ungewöhnlichen Stellen auftretenden Gefäßverschlüsse („Thrombosen“) mit teils tödlichem Verlauf.

 

Risiko der Impfkomplikation

Eine hausärztliche Einschätzung an dieser Stelle: Bei etwa einer von 100.000 Impfungen kommt es zu einer sehr ernsten Komplikation einer Venenthrombose, teils an ungewöhnlichen Orten wie dem Bauchraum oder dem Gehirn. Einzelne Schlaganfälle sind im Zusammenhang mit der Impfung aufgetreten. Hier liegt das Risiko bei etwa 1 zu einer Million. 

 

Weniger schlimme Impfreaktionen 

Von den seltenen, teils aber lebensgefährlichen Impfkomplikationen sind die harmloseren, dafür häufigeren Impfreaktionen zu unterscheiden. Bei Vaxzevria® kann es nach der Erstimpfung in Folge der Reaktion des Immunsystems zu Fieber und grippeähnlichen Symptomen kommen. Wichtig: Dies sagt aber nichts über den Erfolg der Impfung. Außerdem wichtig: Bei Vaxzevria® ist in der Regel nach der ersten Impfung mit stärkerer Impfreaktion zu rechnen, bei Biontech nach der Zweiten. 

 

Impfabstände – nun doch schneller?

Bei fast allen Impfstoffen gegen Covid sind für eine sehr gute Schutzwirkung zwei Impfungen erforderlich. Der Abstand wurde anfangs unter anderem wegen Impfstoffmangel variiert. Dabei wurde festgestellt, dass ein verlängerter Abstand zwischen den Impfungen bei Vaxzevria® eine deutliche Verbesserung der Schutzwirkung bringt. 

Kurzer Einschub: Wenn über die Schutzwirkung gesprochen wird, geht es um die leichten Verläufe; gegen Tod und Intensivstation helfen alle Impfstoffe sehr gut. Die Prozentzahlen unterscheiden sich nur bezüglich der leichten Verläufe. Man könnte also sagen: Alle schützen das Leben, Vaxzevria® schützt zum Zeitpunkt X zu soundsoviel Prozent vor leichten Beschwerden und wenn man noch etwas länger wartet, noch besser vor Halsschmerzen, Fieber etc..

Bei Vaxzevria® wissen wir konkret, dass drei Wochen nach der ersten Dosis mehr als Dreiviertel der Geimpften im Falle einer Infektion mit den in Deutschland häufigen Virusvarianten ohne Symptome bleiben. Diese Zahl ist übrigens beim Impfstoff von Biontech nicht so schnell so gut. Dafür wird durch die zweite Impfung bei Biontech eine ca. 97 prozentige Schutzwirkung auch vor leichten Verläufen erreicht. 

Hier kommt „das Aber“: Bisher galt in Deutschland der Impfabstand von 12 Wochen bei Vaxzevria®. Zwar hat die Politik nun die Impfabstände frei gegeben, aber die Stiko empfiehlt diesen Abstand weiter. Eine Verkürzung der Impfabstände unter 6 Wochen verringert die Impfwirkung für leichte Verläufe erheblich. Deshalb werden wir in der Praxis auch die Impfungen nur mit sechs Wochen Abstand anbieten und nicht noch kürzer.

 

Mutanten & Vaxzevria®

Vor der in Deutschland aktuell häufigen Variante B117 sind Sie mit Vaxzevria® gut geschützt. Bei den Mutationen P1 und B1.351 schützt die Impfung laut AstraZeneca vor Tod und schweren Verläufen zuverlässig. Wegen der schlechteren Schutzwirkung vor leichten und mittelschweren Verläufen bei den Mutationen empfiehlt der Hersteller den Impfabstand auf 8-12 Wochen zu optimieren. – Das müssen Sie bei einer zügigen Impfung bedenken und hat dazu geführt, dass wir in der Praxis entschieden haben, den Impfabstand nicht unter sechs Wochen zu verkürzen. 

 

Nur eine Impfung – und nun?

Da Impfstoff und Praxiskapazitäten auf absehbare Zeit sehr knapp bleiben wird, können wir nur am vorgegebenen Tag die zweite Impfung anbieten.

Sollte dies aus irgendwelchen Gründen nicht gehen, haben wir (anders, als Sie das sonst von uns kennen) schlicht keine Lösung für Sie parat. Eine zweite Impfung ist bei den Impfstoffen von AstraZeneca und Biontech notwendig um den vollen Impfschutz herzustellen und auch länger geschützt zu sein. Wenn die zweite Impfung nicht erfolgt muss von einem geringeren und kürzeren Impfschutz ausgegangen werden. Da die Impfstoffe erst einige Monate verfügbar sind, kann aktuell noch nichts über die Länge des Impfschutzes ausgesagt werden. 

Vermutlich werden auch zweimal Geimpfte vor dem Winter eine Auffrischung benötigen. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

 

Wir hoffen, Sie mit diesem Update als Ergänzung zu den offiziellen RKI-Aufklärungsinformationen etwas in Ihrer Entscheidung unterstützen zu können.

 

 

Interessierten Patientinnen und Patienten können wir versuchen, eine Impfung mit Vaxzevria® (ehemals „AstraZeneca“) zu ermöglichen. Es handelt sich um einen sogenannten Vektorimpfstoff. Das Aufklärungsmerkblatt finden Sie hier auf unserer Praxishomepage. 

 

Eine sehr gute Zusammenfassung hat das Arznei-Telegramm, eine an sich kostenpflichtige Fachzeitschrift frei verfügbar online gestellt. Wenn Sie das Pro & Contra genau erklärt bekommen möchten, finden Sie den frei zugänglichen Artikel zu Vaxzevria® hier.

 

Wenn Sie 

  • Patientin / Patient unserer Praxis sind und
  • Sie sich nach sich Überlegung und 
  • guter Aufklärung mit Vaxzevria® (ehemals „AstraZeneca“) impfen lassen möchten,

schreiben Sie uns bitte eine Mail mit Ihrem Wunsch und dem Stichwort „Vaxzevria“.

Wir werden dann versuchen, eine Impfung möglich zu machen und antworten Ihnen, sobald wir wissen, ob und für wann wir Impfstoff für Sie bekommen.

 

Bitte beachten Sie die allgemeinen Hinweise zu Impfungen, Terminanfragen etc., die Sie auf unserer Sonderseite zum Thema Impfungen finden!

Die Informationsblätter zur Impfung mit Vektorimpfstoffen (Vaxzevria® (ehemals „AstraZeneca“) gehört zu dieser Gruppe Impfstoffe) finden Sie unterhalb. Drücken Sie auf beide farbigen Felder und drucken Sie die Blätter Zuhause aus. Wenn es zu einer Impfung kommt, bringen Sie bitte BEIDE Formulare ausgefüllt mit.

 

Weil uns in der Praxis und im Impfzentrum so viele Fragen zum Impfstoff gestellt werden, hier noch einmal die wichtigsten Fakten im Überblick: 

 

Wann Vaxzevria® nicht angewandt werden darf: 

  • Kontraindiziert ist der Impfstoff nur bei Unverträglichkeit gegenüber der aktiven Substanz oder einem der Inhaltsstoffe. 

 

Mögliche Einschränkungen:

  • Gleichzeitige Erkrankung 
    Die Impfung sollte bei Personen verschoben werden, die eine akute, schwere, fieberhafte Erkrankung oder eine akute Infektion haben. Das Vorliegen einer leichten Infektion und/oder leichtes Fieber, sollte die Impfung nicht verzögern. 
  • Überempfindlichkeit und Anaphylaxie
    Für den Fall eines anaphylaktischen Ereignisses nach Anwendung des Impfstoffs sollte immer sofort eine geeignete medizinische Behandlung und Aufsicht verfügbar sein. Nach der Impfung wird eine mindestens 15-minütige, engmaschige Beobachtung empfohlen. Eine zweite Dosis des Impfstoffes sollte nicht an Personen verabreicht werden, die mit einer Anaphylaxie auf die erste Dosis der COVID-19 Vaccine AstraZeneca Vaxzevria® reagiert haben. 
  • Thrombozytopenie und Gerinnungsstörungen 
    Eine Kombination von Thrombose und Thrombozytopenie, in einigen Fällen einhergehend mit Blutungen, wurde sehr selten nach einer Impfung mit der COVID- 19 Vaccine AstraZeneca Vaxzevria® beobachtet. Dies schließt schwere Fälle ein, die sich als venöse Thrombose präsentierten, einschließlich des Auftretens in ungewöhnlichen Bereichen, zum Beispiel zerebrale Sinusvenenthrombose, Mesenterialvenenthrombose sowie arterielle Thrombose, bei gleichzeitiger Thrombozytopenie. 
    Die meisten dieser Fälle traten innerhalb der ersten sieben bis vierzehn Tage nach der Impfung und bei Frauen unter 55 Jahren auf, was möglicherweise auf die verstärkte Anwendung des Impfstoffs in dieser Bevölkerungsgruppe zurückzuführen ist. Einige Fälle hatten einen tödlichen Ausgang. Medizinisches Fachpersonal sollte auf die Anzeichen und Symptome einer Thromboembolie und/oder Thrombozytopenie achten. Die Geimpften sollten angewiesen werden, sofort einen Arzt aufzusuchen, wenn sie nach der Impfung Symptome wie Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Beinschwellungen oder anhaltende Bauchschmerzen entwickeln. Außerdem sollten alle Personen, die nach der Impfung neurologische Symptome aufweisen, wie starke oder anhaltende Kopfschmerzen oder verschwommenes Sehen, oder bei denen nach einigen Tagen auf der Haut Blutergüsse außerhalb des Verabreichungsortes der Impfung auftreten, umgehend einen Arzt aufsuchen. (s. hierzu auch Rote-Hand-Brief COVID-19 Vaccine Astra-Zeneca vom 24.3.2021 sowie die STIKO-Impfempfehlung vom 1.4.2021) 
  • Risiko von Blutungen bei intramuskulärer Verabreichung
    Wie auch bei anderen intramuskulären Injektionen sollte der Impfstoff bei Personen, die mit Antikoagulantien behandelt werden, oder die eine Thrombozytopenie oder irgendeine Gerinnungsstörung haben (wie Hämophilie), mit Vorsicht verabreicht werden, da bei diesen Personen Blutungen oder Blutergüsse nach einer intramuskulären Anwendung auftreten können. 
  • Immungeschwächte Personen 
    Die Wirksamkeit, Sicherheit und Immunogenität des Impfstoffs sind bei immungeschwächten Personen, einschließlich Personen unter einer Therapie mit Immunsuppressiva, nicht untersucht worden. Die Wirksamkeit der Vakzine von AstraZeneca ist bei immunsupprimierten Personen möglicherweise geringer. 
  • Angstbedingte Reaktionen 
    Angstbedingte Reaktionen, einschließlich vasovagale Reaktionen (Synkope), Hyperventilation oder stressbedingte Reaktionen, können im Zusammenhang mit einer Impfung als psychogene Reaktion auf die Injektion mit einer Nadel auftreten. Es müssen Vorkehrungen getroffen werden, um Verletzungen in Folge einer Ohnmacht zu vermeiden. 
  • Schwangerschaft: Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung der COVID-19 Vaccine Vaxzevria® bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien zur Reproduktionstoxizität sind noch nicht abgeschlossen. Auf Basis der vorläufigen Studienergebnisse werden keine Wirkungen auf die Entwicklung des Fötus erwartet. Die Anwendung von Vaxzevria® während der Schwangerschaft sollte nur in Erwägung gezogen werden, wenn der potenzielle Nutzen alle potenziellen Risiken für die Mutter und den Fötus überwiegt.
  • Stillzeit: Es ist nicht bekannt, ob Vaxzevria® in die Muttermilch übergeht. 
  • Fertilität: Tierexperimentelle Studien weisen nicht auf direkt oder indirekt schädigende Wirkungen in Bezug auf die Reproduktionstoxizität hin. 

Den Steckbrief der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zum Impfstoff finden Sie hier:

Erstimpfung bei unter 60jährigen mit Vaxzevria® (ehemals „AstraZeneca“) – und nun?

Die STIKO (Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut) empfiehlt, die Zweitimpfung bei über 60-Jährigen ebenfalls mit Vaxzevria® (ehemals „AstraZeneca“). 

Patienten unter 60 wird empfohlen, 12 Wochen nach der Erstimpfung eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff (Comirnaty® von Biontech oder COVID-19 Vaccine Moderna®) durchführen zu lassen. - Diesbezüglich werden Sie im Impfzentrum beraten.

 

Bitte beachten Sie, dass dies nur für bereits in der Vergangenheit mit Vaxzevira Erstgeimpfte gilt. Wenn nun eine Impfung damit gestartet wird, bleibt es bei dem Impfstoff.

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nächster Urlaub bzw. geänderte Öffnungs-zeiten:

Pandemiebedingt fällt weiterhin (zumindest bis Ende Juli) montags nachmittags die Akutsprechstunde aus, da wir dann mit Termin die Infektpatienten versorgen und testen bzw. impfen.

Donnerstags ist die Praxis auch nachmittags wieder normal geöffnet. In der Zeit vom 26.07. bis einschließlich 06.08. ist die Praxis zwei Wochen wegen Urlaub geschlossen. 

Es vertritt uns die Praxis Dr. Dr. Steiner, Kasterstr. 54, 41468 Neuss, Tel. 02131-73 79 73.

In der darauffolgenden Woche ist die Praxis urlausbedingt nur vormittags geöffnet.

Unsere komplette Urlaubs-  und Vertretungsregelung finden Sie hier.

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Erst einmal: Herzlich Willkommen! 

Wenn auch Sie zukünftig in unserer Praxis behandelt werden möchten, finden Sie alle wichtigen Informationen für neue Patienten hier.

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© Dr. med. Guido Pukies