Corona-Impfungen: Impfcenter startet am 1.Februar, Heime gehen in die "2.Runde" 

An dieser Stelle werden wir versuchen, Sie über den aktuellen Stand der Corona-Impfungen auf dem Laufenden zu halten. Das wird nicht immer einfach sein, denn die Informationen sind zu vielen Fragen schlicht noch nicht vorhanden. Ausserdem sind wir Hausärzte und versorgen im Hauptberuf Patienten. Da wir ständig auf das Thema angesprochen werden, haben wir diese Unterseite eingerichtet.
Bitte lesen Sie erst sorgfältig diese Informationen, bevor Sie uns fragen. Die meisten Fragen haben sich dann erübrigt. 

 

Warum ich mich habe impfen lassen und wie es mir damit ergangen ist, finden Sie hier.

 

 

 

Update 20.01.2021: Impfstoffmangel – Impfcenter öffnet später, auch Heime betroffen

Leider macht uns der Impfstoffmangel massiv zu schaffen. 

Wäre die Versorgung mit Impfstoff so gut wie die Medienkampagnen der Regierung, wären wir gut unterwegs.

In der Realität ist es aber leider so, dass bei massiv steigenden Todeszahlen die Versorgung mit Impfstoff unterbrochen ist und aktuell nur die zweiten Impftermine beliefert werden. Noch nicht geimpfte Heime, Krankenhäuser etc. gucken erst mal in die Röhre…

Die Öffnung des seit Dezember einsatzbereiten Impfcenters verschiebt sich erst mal um eine Woche. 

Ich bin aufgebracht, weil das Menschenleben kostet und durch eine kluge Analyse der Lage im Sommer zu ausreichenden Bestellungen geführt hätte. Andere Länder zeigen, was wir hätten haben können. Stattdessen werden bei uns ständig neue Beschränkungen diskutiert, die medizinisch fraglich sind. – Meines Erachtens hilft uns nur: IMPFSTOFF.

 

Taxischein zur Impfung? – Bisher keine verbindliche Regelung

In den Einladungsschreiben zur Terminvereinbarung im Impfcenter entsteht der Eindruck, dass Ihnen ein „Taxischein“ zusteht. Das ist völlig ungeklärt. Eine Anfrage meinerseits bei der Kassenärztlichen Vereinigung hat ergeben, dass dies noch völlig ungeklärt ist. 

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir nur dann einen solchen Schein ausfüllen können, wenn dies offiziell geklärt ist. Wir bleiben für Sie am Ball und halten Sie auf dem Laufenden!

 

 

Update 18.01.: Impfcenter startet am 1. Februar! (überholt, startet später, siehe oben!)

Am 1. Februar 2021 nimmt das Impfcenter in Neuss -wie alle 53 Impfzentren in NRW – davon 26 in Nordrhein – den Impfbetrieb auf.
Bitte lesen Sie diese Informationen gründlich. Mehr können wir aktuell nicht sagen, so dass wir mit der Homepage eigentlich alle Fragen beantworten können.  

 

Endlich gehts los! - Der 1. Februar ist ein historischer Tag!
Ab diesem Datum werden zunächst Bürgerinnen und Bürger geimpft, die im Januar 80 Jahre oder älter sind, zu Hause leben und noch mobil sind. Sie erhalten im Laufe der kommenden Woche über ihre Kommune einen Brief des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministers Karl-Josef Laumann mit Informationen zum Ablauf der Impfung. 
In diesem Schreiben werden eine kostenlose Rufnummer sowie eine Webadresse mitgeteilt, unter der Über-80-Jährige Termine für die Erst- und Zweitimpfung in einem nahegelegenen Impfzentrum vereinbaren können. Die Termine werden wiederum schriftlich bestätigt. 

Terminvergabe primär online – und über Telefon-Hotline

Am 25. Januar startet die offizielle Terminvergabe, sowohl telefonisch unter: 
(0800) 116 117 01 als auch online.
Die Webadresse wird noch bekanntgegeben. Anspruch auf einen Impftermin haben zunächst ausschließlich über 80-jährige Personen, die das Informationsschreiben des NRW-Gesundheitsministers erhalten haben. Sie werden in kleinen Schritten mit den derzeit zur Verfügung stehenden Impfdosen versorgt. 


Weiterhin (zu) wenig Impfstoff
Endlich geht’s los! Wir freuen uns sehr, dass wir nach den Impfungen in den Heimen, in denen unsere Praxis viel geimpft hat, nun auch im Impfcenter loslegen können. Neben der Arbeit in der Praxis. Leider -das muss man offen sagen- hat die Politik viel zu zögerlich Impfstoff bestellt, so dass die Impfung allein der über 80-Jährigen voraus- sichtlich bis Mitte April dauern wird. Der Rhein-Kreis Neuss erhält im Februar und März 1.800 Impfdosen pro Woche. Leider nicht pro Tag.
Dr. Pukies ist ab Februar jeden Freitag nach der Praxis als leitender Impfarzt im Impfcenter tätig. Dadurch müssen wir die Termine etwas anpassen. 

Aufgrund der absehbar großen Nachfrage aus dieser Gruppe empfehlen wir die Online-Buchung der Impftermine. Dabei können und sollten die jüngeren Familienmitglieder helfen.

Einen Einfluss auf die Terminvergabe haben wir leider nicht! 


Impfzentren: Impfstoffmengen, Priorisierungen und Öffnungszeiten ab Februar 

In den ersten beiden Wochen nach Impfstart sind die Impfzentren landeseinheitlich von 14.00 Uhr bis 20.00 Uhr geöffnet – an sieben Tagen die Woche. Als Richtwert ist je Impfstraße die Impfung von 12 Personen pro Stunde vorgegeben. Ab 15. Februar kann die Öffnungszeit und die Anzahl der Impfungen pro Stunde und Impfstraße basierend auf den bisherigen Erfahrungswerten und der Impfstoffverfügbarkeit erweitert werden. 

Priorisierungen werden vom Land konkretisiert 

Die Coronavirus-Impfverordnung des Bundes benennt für die Reihenfolge der Impfungen drei Prioritätsgruppen. Die zunächst begrenzten Impfstoffmengen machen es aber notwendig, auch innerhalb der Prioritätsgruppen zu priorisieren. Dafür ist das MAGS verantwortlich. Es schreibt dazu in seinem Erlass an die Kommunen: „Es ist eine enge Auslegung geboten, (...) da der zur Verfügung stehende Impfstoff zunächst limitiert ist. Deshalb stehen wir gemeinsam in der Pflicht, mit dem vorhandenen Impfstoff äußerst verantwortungsvoll umzugehen und eine sorgfältige Bedarfsermittlung durchzuführen.“ 

Vertragsärzte und MFA, die in einem Team mit Krankenhauspersonal Leistungen der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) erbringen, können sich laut MAGS ab 18. Januar in den Krankenhäusern impfen lassen. Diese werden ab kommendem Montag mit Impfstoff für das Personal in ausgewählten Bereichen wie Intensivstationen, Notaufnahmen und COVID-19-Stationen versorgt. „Angesichts dessen, dass in Deutschland mittlerweile mehr Menschen an Corona sterben als in den USA und dass wir bei den Todeszahlen pro eine Million Einwohner zu den am schlimmsten betroffenen Ländern zählen, wird deutlich, wie wichtig die Impfung und wie notwendig die schnelle Versorgung mit Impfstoffen für uns ist“, betont Dr. med. Carsten König, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. „Unsere Solidarität muss hier aber zuvorderst unseren älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern gelten. Denn 96 Prozent der an oder wegen Corona Verstorbenen sind älter als 60 Jahre, allein knapp 70 Prozent sind älter als 80“, so König. 

Also: Wir können nur hoffen, dass mehr Impfstoff kommt. Bis dahin sind wir als Praxisteam vorne mit dabei, was die Verimpfung des knappen Impfstoffs betrifft. Gerne würden wir mehr impfen. Siehe oben. 


Wir als Praxis …

  • Wir haben keinen Einfluss darauf, wer wann geimpft wird.
  • Eine Impfung chronisch Kranker mit Attest ist momentan NOCH nicht vorgesehen. 
  • Wir halten Sie ständig auf dem Laufenden. 
  • Bitte machen Sie uns die Arbeit leichter, indem Sie diese Informationen immer gründlich lesen und von Anfragen absehen, die wir mangels Informationen noch nicht beantworten können. 
  • Bitte rufen Sie NICHT in der Praxis an, wenn Sie nicht bei der Hotline durchkommen. Wir können da leider nicht helfen und Sie blockieren hier die Abläufe…

DANKE und bleiben Sie gesund!

Ihr Praxisteam

 

 

Update Impfungen 31.12.: Mobile Impfteams haben in den Heimen los gelegt

Als einer von fünf leitenden Impfärzten bin ich im Rhein-Kreis Neuss tätig und war gestern bei einer Impfaktion in einem Altenheim in Neuss. 285 Impfungen wurden ohne Probleme verabreicht. Das klingt nicht spektakulär viel, aber da ein großer Teil pflegebedürftig und immobil sind, ist es mit hohem Aufwand verbunden gewesen.

Diese Impfungen sind deshalb sehr wichtig, weil die betroffenen Menschen im Falle einer Infektion sehr viel häufiger auf der Intensivstation landen oder versterben als junge, gesunde Menschen. Insofern dienen diese Impfungen dazu, die Krankenhäuser vor Überlastung zu schützen. - Und sichern den Menschen, die zum Beispiel einen Herzinfarkt bekommen, eine Möglichkeit auf der Intensivstation behandelt werden zu können.
Wenn mehr Impfstoff verfügbar ist und "die Alten" geschützt sind, geben wir im Impfcenter richtig Gas und schauen, dass wir 2021 "coronafrei" werden. Versprochen: Ich werde erst zur Ruhe kommen, wenn wir alle, die sich impfen lassen möchten auch geimpft haben.

 

 

Update Impfungen 26.12.: Fragen und Antworten rund um mobile Impfteams 

In wie vielen Einrichtungen werden die mobilen Teams am 27. Dezember voraussichtlich impfen und wie viele Menschen werden dabei geimpft?
Der Impfstart am 27. Dezember findet in 29 Pflege- und Senioreneinrichtungen in Nordrhein statt. Der Region Nordrhein werden dafür 180 Impfdosen pro Kreis bzw. kreisfreie Stadt zur Verfügung gestellt – zusammen also 4680 Impfdosen. So viele Menschen werden an diesem Tag in ausgewählten Pflege- und Seniorenheimen auch geimpft. Für die Priorisierung und Auswahl der Pflege- und Seniorenheime sind die Kommunen zuständig. 

 

Wie viele Impfdosen stehen insgesamt noch in diesem Jahr zur Verfügung? 

Am 27. Dezember sind es 180 Impfdosen pro Kreis bzw. kreisfreie Stadt – zusammen also 9750 für ganz NRW (Nordrhein: 4680 Impfdosen). Weitere Impfstofflieferungen sind für 28. (130.000 Impfdosen für NRW) und 30. Dezember (140.000 Impfdosen für NRW) vorgesehen, die ebenfalls zunächst in Pflege- und Senioreneinrichtungen verimpft werden. 

Welche Pflegeheime wurden für die ersten Impfungen ausgewählt? 

Für die Priorisierung und Auswahl der Pflege- und Seniorenheime sind die Kommunen zuständig. Auf Basis dieser Priorisierung ist mit Blick auf die Vorbereitungen vor Ort und die Menge des erwarteten Impfstoffs entschieden worden, wo es am Sonntag konkret los geht. 

 

Wie viele Ärzte und wie viel medizinisches Personal haben sich in Nordrhein freiwillig für die mobilen Impfteams gemeldet?
Stationäre Pflegeeinrichtungen werden in der Regel durch so genannte Heimärzte (zumeist niedergelassene Haus- und Fachärzte) betreut, die die Bewohner regelmäßig aufsuchen. Wir sind aktuell dabei, diese Ärzte auch für die Impfungen gegen SARS-CoV-2 vorzubereiten. In den Fällen, in denen keine Heimärzte zur Verfügung stehen, können wir auf zahlreiche Ärzte aus den Freiwilligenregistern von KV Nordrhein und Ärztekammer Nordrhein sowie des Landes NRW zurückgreifen und werden diese dann bei Bedarf einplanen. Insgesamt haben sich mehrere Tausend medizinische und nicht-medizinische Helfer zur Unterstützung im Rahmen der Corona-Schutzimpfung gemeldet. 

 

In welcher Zusammensetzung und mit welcher Ausstattung/welchen Fahrzeugen werden die Teams unterwegs sein?
Impfungen in den stationären Pflegeeinrichtungen werden vorrangig durch so genannte Heimärzte vorgenommen (zumeist niedergelassene Haus- und Fachärzte). Diese Ärzte besuchen regelmäßig Patienten in den Einrichtungen und sind daher mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut. Sie können sich bei der Impfung durch Medizinische Fachangestellte unterstützen lassen. Je nach Region und Gegebenheiten vor Ort werden wir als KV auch eng mit der örtlichen Feuerwehr oder anderen Organisationen zusammenarbeiten, um möglichst zügig alle Einrichtungen versorgen zu können. 

 

Wie kommt der Impfstoff in die Heime? Wo und durch wen findet die „Aufbereitung“ statt?
Der erste zugelassene Impfstoff von Biontech/Pfizer muss bei -70 Grad Celcius aufbewahrt und vor der Verimpfung aufbereitet (konstituiert) werden. Einrichtungen 
wie Senioren- und Altenpflegeheime werden entsprechend dem gemeldeten Bedarf direkt durch einen vom Land NRW bestellten Spediteur mit den Impfdosen und dem Impfmaterial beliefert. Die Aufbereitung des Impfstoffs findet in der Einrichtung durch das mobile Impfteam statt. 

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Wie werden Pflegebedürftige, die nicht in einem Pflegeheim wohnen, geimpft? 

Für Menschen ab 80 Jahren, die in der eigenen Häuslichkeit wohnen, aber nicht mehr mobil sind, gilt, dass eine Verimpfung nur durch ein mobiles Team bzw. einen entsprechenden Hausbesuch erfolgen kann. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der entsprechende Impfstoff auch geeignet ist für aufsuchende Verimpfungen. Dies ist beim BionTech/Pfizer-Impfstoff nicht der Fall. 

 

Wie ist (insbesondere bei dementen Patienten) die Einverständniserklärung und Aufklärungsfrage geregelt?
Wie bei anderen Impfungen auch wird entsprechendes Aufklärungsmaterial zur Verfügung stehen. Es wird grundsätzlich die Möglichkeit zu einem Aufklärungsgespräch mit einem Arzt geben. Dabei sind ggf. gesetzliche Betreuer zu beteiligen. 

 

Wie ist die Arzthaftung geregelt? Gibt es eine spezielle Versicherung? 

Für die ärztliche Tätigkeit in den Impfzentren und mobilen Teams greift die Staatshaftung des Landes, da die Ärzte als Verwaltungshelfer der Länder mit der Konsequenz der Staatshaftung i.S.v. Art. 34 GG tätig werden. 

 

Wie hoch ist die Impfbereitschaft unter den Heimbewohnern und den Pflegekräften?
Wir gehen allgemein von einer hohen Impfbereitschaft der Heimbewohner und von deren Pflegekräften aus.

 

Wie sind die Pflegeheime über die Impfungen informiert worden? 

Die KV Nordrhein hat alle Pflege- und Seniorenheime angeschrieben und über den Ablauf der Impfung informiert. Im Vorfeld der Impfung erhalten die Heime Unterlagen zur Impf-Aufklärung der Bewohner. Auch vorbereitende Arzt-Patienten-Gespräche sind möglich. 

Was muss generell beachtet werden, um den Kühlanforderungen gerecht zu werden beim Transport des Impfstoffes vom Lager zum Ort der Verimpfung? Die Distribution/Logistik des Impfstoffes obliegt dem Land NRW bzw. dem NRW- Gesundheitsministerium (MAGS). Für Informationen über besondere Anforderungen an die Spediteure wenden Sie sich bitte an das MAGS. 

 

Welche Voraussetzungen müssen die Heime für die Impfungen schaffen? 

Die Heime müssen u. a. einen Ansprechpartner für die Impfungen benennen, geeignete Räumlichkeiten für die Aufbereitung des Impfstoffs und die Durchführung der Impfungen bereitstellen und die Impfdokumentation vorbereiten. 

Fragen und Antworten rund um die Impfzentren 

 

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Wo sind die Standorte der 26 nordrheinischen Impfzentren? 

Einen Überblick über die Impfzentren in Nordrhein erhalten Sie auf www.coronaimpfung.nrw. 

 

Wann werden die Zentren geöffnet sein? 

Die Impfzentren sollen von Montag bis Sonntag zwischen 8 und 20 Uhr geöffnet sein. Zu Anfang kann es abhängig von der zur Verfügung stehenden Menge an Impfstoff allerdings zu abweichenden Öffnungszeiten kommen. Zugang zu den Impfzentren erhalten nur Personen mit festem Termin. Ohne Voranmeldung und bestätigtem Impftermin ist keine Impfung möglich. 

 

Wann starten die Impfungen? 

Die Corona-Schutzimpfung startet am 27. Dezember – zunächst durch mobile Impfteams in von den Kommunen ausgewählten Pflege- und Senioreneinrichtungen. Die KV Nordrhein ist verpflichtet, den Impfbetrieb in den Impfzentren aufzunehmen, sobald geeignete Mengen eines Impfstoffs verfügbar sind. Derzeit wird von Anfang/Mitte Januar 2021 ausgegangen. 

 

Wie und wo erhalten Bürgerinnen und Bürger einen Termin zur Impfung? 

Es können derzeit noch keine Impftermine vereinbart werden. Sobald sich ein Impfstart in den Impfzentren abzeichnet, wird die Terminvermittlung in Nordrhein telefonisch über die kostenlose Rufnummer 11 6 11 7 stattfinden. An die Arztrufzentrale wird ein separates Call Center angedockt, das für ganz NRW das Terminmanagement übernimmt. Nach der telefonischen Terminvereinbarung bekommen die Impfberechtigten eine Terminbestätigung per Post, inklusive weiterer Unterlagen, die zum Impftermin mitzubringen sind. Die Inanspruchnahme einer Impfung ist nur mit vorheriger Terminvereinbarung möglich. 

 

Wie wird an den Folgetermin erinnert? 

Um den Schutz vor einer Coronainfektion zu komplettieren, sind zwei Impfungen im Abstand von 28 Tagen notwendig. Impfberechtigte erhalten beide Termine sofort bei ihrem ersten Anruf der Nummer 116 117. Beide Termine werden postalisch bestätigt. 

 

Kann man sich sein Impfzentrum frei auswählen? 

Bei der Terminvermittlung über die Rufnummer 116 117 wird in der Regel ein Termin im nächstgelegenen Impfzentrum angeboten. Auf besonderen Wunsch des Impfwilligen ist auch die Terminvergabe für ein Impfzentrum nach Wahl möglich 

 

Wie kann man seinen Impftermin absagen/verschieben? 

Über die Rufnummer 116 117, über die man den Termin zuvor vereinbart hat. 

Wie wird dokumentiert, dass der Impfwillige bereits eine 1. Impfung erhalten hat?
Die personenbezogenen Daten zur Impfung werden beim Besuch des Impfzentrums erfasst und gespeichert. Dass die Impfung stattgefunden hat, wird auch pseudonymisiert vom Impfzentrum an das Robert Koch-Institut gemeldet. Geimpfte Personen erhalten außerdem eine Impfbescheinigung ausgehändigt. 

 

Dürfen Angehörige den Impfwilligen begleiten? 

Begleitpersonen der Impfwilligen haben keinen Zutritt zur Impfstelle. Hiervon ausgenommen sind gesetzliche Betreuer oder Personen mit einer Betreuungsverfügung im Bereich der Gesundheitsfürsorge. Es ist jedoch pro Impfwilligen nur eine Begleitperson zugelassen. Für die potenzielle Teilnahme eines Betreuers am Impfgespräch ist mindestens eine der Impfstraßen so dimensioniert, dass sich dort mehrere Personen unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen aufhalten können. 

 

Wie läuft die Impfung in einem Impfzentrum ab? 

Zutritt zum Impfzentrum haben nur Impfwillige mit zuvor über die 11 6 11 7 vereinbartem und postalisch bestätigtem Termin. Die Termineinladung wird beim Einlass kontrolliert. Bei der Einlasskontrolle erfolgt auch eine Fiebermessung. Danach haben die Impfwilligen in einem Wartebereich die Möglichkeit, einen Informationsfilm zu sehen und werden dann einer Impfkabine zugewiesen. Dort erfolgt zunächst die Registrierung des Impfwilligen und die Prüfung der mitgebrachten und ausgefüllten Dokumente (Aufklärungsmerkblatt, Anamnesebogen/Einwilligungserklärung). Im Anschluss erfolgt ggf. ein ärztliches Impfgespräch und die Impfung selbst. Zur Beobachtung nach der Impfung werden die Impfwilligen gebeten, sich 30 Minuten in einem Wartebereich aufzuhalten. 

 

Wer leitet das Impfzentrum?
Es gibt eine organisatorische Leitung, die durch die Kreise und kreisfreien Städte zu bestimmen ist. Impfzentren bedürfen zudem eines ärztlichen Leiters, der durch die KV Nordrhein bestellt wird und die medizinisch-fachliche Leitung der Impfstelle im Impfzentrum übernimmt. 

Die Aufgaben des ärztlichen Leiters umfassen u. a.:
§ Einweisung des ärztlichen und nicht-ärztlichen Personals, das durch die KV 

Nordrhein gestellt wird 

§  Steuerung, Überwachung und ggfs. Korrektur der Betriebsabläufe in medizinisch- 

fachlicher Hinsicht zur Einhaltung der medizinischen Behandlungs- und Dokumentationsstandards, Hygiene- und weitere die Impfung betreffende Vorschriften 

§  Anteilig ggfs. möglich: Durchführung von Impfgesprächen, Feststellung der Impftauglichkeit, Durchführung der Impfungen

Als organisatorischer Ansprechpartner der KV Nordrhein ist zudem eine Einsatzleitung vom Dienst (EvD) für jedes Impfzentrum tätig. Sie ist
§ Ansprechpartner der KV Nordrhein für Kommune, Hilfsorganisationen, 

Kooperationspartner und Mitarbeitende vor Ort 

§  überprüft die Materialbestände und den Personalbedarf 

§  unterstützt ggf. bei Impfungen 

§  nimmt ggf. Impfstofflieferungen entgegen 

 

Wer wird die Impfungen in den Impfzentren durchführen? 

Zunächst wird insb. auf Honorarkräfte bzw. freiwillige Helfer zurückgegriffen, die sich auf den Portalen von KV und Ärztekammer sowie vom NRW-Gesundheitsministerium registriert haben. Auch Niedergelassene können sich neben ihrer Praxistätigkeit im Impfzentrum engagieren, diese Entscheidung trifft der jeweilige Arzt individuell mit Blick auf eigene Kapazitäten. 

 

Welche Aufgaben haben die Impf-Ärzte in den Zentren? 

Die Tätigkeit umfasst u. a. die Impfanamnese sowie die Aufklärung der zu impfenden Personen, die Durchführung der Impfung selbst bzw. die ärztliche Überwachung des damit betrauten Hilfspersonals sowie die Mitwirkung an der Erstellung der erforderlichen Impfdokumentation. In den mobilen Teams zählt auch die Rekonstitution (Aufbereitung) des Impfstoffs zu den Aufgaben des Impfarztes bzw. des begleitenden Fachpersonals. 

Wie viel medizinisches Personal wird in den Zentren benötigt? 

Die Anzahl des in den Impfzentren jeweils benötigten Personals wird wesentlich von dessen Größe bzw. der örtlichen Anzahl der Impflinge abhängen. Auch die Frage, welcher Impfstoff letztlich wann in welcher Menge verfügbar sein wird, ist von Bedeutung. Je nach Größe des Zentrums kalkuliert die KV zunächst mit einer Gesamt-Personalstärke (Ärzte, medizinische Fachangestellte, administrative Kräfte) zwischen ca. zehn und 40 Personen. 

 

Wer erhält eine Impfung? 

Mit Blick auf die zu Beginn begrenzte Zahl an produzierten Impfdosen hat die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts Vorschläge für eine Priorisierung veröffentlicht, die in die nationale Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums Eingang gefunden hat. Danach sollen in der ersten Impfphase vor allem über 80-jährige Personen sowie Bewohner und Beschäftigte in Pflege- und Seniorenheimen geimpft werden. Nachfolgend sollen dann u. a. Menschen zwischen 75 und 80 Jahren und Angehörige bestimmter Gesundheitsberufe geimpft werden. 

 

Wie wird die Impfberechtigung festgestellt? 

In der ersten Phase der Impfungen mit höchster Priorität wird die Impfberechtigung in der Regel über das Alter des Impfwilligen (Personalausweis) festgestellt, die berufliche Tätigkeit über einen Arbeitgebernachweis geprüft. Bei Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen erfolgt der Nachweis über eine Bescheinigung der Einrichtung. Laut Impfverordnung benötigen Patienten mit Vorerkrankungen der Priorisierungsstufen zwei und drei ein ärztliches Attest, damit sie ihren Anspruch auf eine vorrangige Impfung nachweisen können. Diesbezüglich werden den Praxen zu gegebener Zeit Vordrucke zur Verfügung gestellt. Genauere Informationen folgen dann. 

 

Was ist zu tun, wenn eine geimpfte Person Nebenwirkungen verspürt? 

Nach den Zulassungs-Studien der Hersteller sind lediglich Nebenwirkungen zu erwarten, wie sie auch bei einer Grippeimpfung gelegentlich auftreten. Dazu zählen Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schmerzen und/oder Rötungen an der Einstichstelle. Verspürt ein Impfling stärkere Nebenwirkungen, so wird die Kontaktaufnahme mit dem Hausarzt empfohlen. Die Verträglichkeit des Impfstoffs wird außerdem auch nach der Zulassung weiter überprüft. Dafür setzt das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) auf Meldungen von Herstellern, Ärzten und Patienten. So soll es eine Melde-App geben, über die Geimpfte an einer Beobachtungsstudie des PEI teilnehmen können. 

 

Was passiert mit Impfwilligen, die im Impfzentrum nicht zur Impfung zugelassen werde, z. B. wegen zu hoher Temperatur oder aufgrund von COVID- 19-Symptomen?
Der Zugang zur Impfstelle darf nur bei Symptomfreiheit erfolgen. Bei verdächtiger Symptomatik kann ein neuer Termin über die Rufnummer 116 117 beantragt werden. 

 

Wie wird Personen geholfen, die die Impfung nicht vertragen? 

Es ist geschultes Personal der Hilfsorganisationen vor Ort. Kreis bzw. Kommune stellen sicher, dass ein Rettungswagen für akute Notfälle vor Ort vorgehalten wird oder eine alternative Notfallversorgung erfolgt. Zudem gibt es einen zusätzlichen Sanitätsbereich mit Behandlungsmöglichkeiten. 

 

Wie kommen die Impfstoffe zu den Impfzentren? 

Für die Logistik der Impfstoffanlieferung ist das Land NRW zuständig. Der Impfstoff wird von einem Spediteur des Landes bei -70 Grad Celcius von einem zentralen Lager des Landes direkt an die Impfzentren geliefert und dort für die Verimpfung aufbereitet. 

 

 

Update Impfungen: Ab dem 27.12. werden die Impfungen in NRW flächendeckend starten.

Mobile Teams werden in den Alten- und Pflegeheimen die ersten Impfungen der besonders gefährdeten Personen beginnen. Eine zweite Impfung ist 21 Tage nach der ersten erforderlich. 

Wenn mehr Impfstoff verfügbar ist, werden die Impfungen auch in den Impfcentren erfolgen. Dann werden die Menschen entsprechend der Einstufungen durch das Land in der jeweils zu impfenden Gruppe vom Land angeschrieben. Ein Starttermin hierfür ist noch offen. Sie werden dann zu gegebener Zeit ein Einladungsschreiben erhalten und damit bei der Hotline 11 6 11 7 direkt BEIDE Impftermine vereinbaren. Diese werden Ihnen schriftlich bestätigt. Mit diesem Schreiben kommen Sie dann zum vereinbarten Termin ins Impfcenter. 

Für Fragen stehen dort Ärzte bereit. 

Das wird aber noch dauern. Wir halten Sie auf dem Laufenden. 

Ob und wenn ja wann Impfungen in den Arztpraxen möglich sein werden, ist noch völlig offen. Auch dazu halten wir Sie auf dem Laufenden!

Bitte rufen Sie zu dem Thema NICHT in der Praxis an, weil wir wirklich nicht mehr sagen können, als Sie hier lesen. 

Erst einmal ist das heute aber ein sehr guter Tag, weil es endlich los geht! 

 

 

14.12.2020: Aufbau Impfzentren im Plan – Terminvergabe noch nicht gestartet 

Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen, um die Betriebsbereitschaft der 53 Impfzentren in Nordrhein-Westfalen zur Durchführung der Corona-Schutzimpfungen herzustellen. In Nordrhein werden es 28 Impfzentren sein. Die Städte und Kreise kümmern sich dabei um Organisation und Logistik, die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) um das medizinische Personal, die Terminvergabe und die Durchführung der Impfungen, sobald ein Impfstoff verfügbar ist. Wann dies der Fall sein wird, ist derzeit allerdings noch nicht präzise vorherzusagen – aus diesem Grund sind zurzeit auch noch keine Terminvergaben für eine Impfung möglich. Nach jetziger Lage können die Impfzentren voraussichtlich im Januar 2021 ihre Arbeit aufnehmen. 

Fest steht: Impf-Termine wird es zunächst nur für bestimmte Personengruppen geben. Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts hat als Basis für eine für kommende Woche erwartete Rechtsverordnung eine empfehlende Priorisierung erarbeitet, die zeitnah offiziell in Kraft treten soll. 

Der STIKO-Entwurf empfiehlt die Impfung zunächst vorrangig für:

+ Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen 

+ Personen im Alter von 80 Jahren und älter 

+ Personal mit besonders hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen 

(z. B. in Notaufnahmen, in der medizinischen Betreuung von COVID-19-Patienten) 

+ Personal in medizinischen Einrichtungen mit engem Kontakt zu vulnerablen Gruppen 

(z. B. in der Hämato-Onkologie oder Transplantationsmedizin)

+ Pflegepersonal in der ambulanten und stationären Altenpflege 

+ und andere Beschäftigte in Senioren- und Altenpflegeheimen mit Kontakt zu den Bewohnern 

 

Diese Personengruppen müssen laut STIKO besonders geschützt werden, weil sie ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben bzw. einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. 


Wenn in absehbarer Zeit Impfstoffe zur Verfügung stehen, die einfacher zu handhaben sind, sollte das Impfen in den Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte für alle Impfwilligen ermöglicht werden, fordert Bergmann. Bis dahin erfolgt die Impfung in den zentral eingerichteten Impfzentren sowie durch mobile Teams beispielsweise in Senioren- und Pflegeheimen. 

 

Keine Impfung ohne Termin 

Voraussetzung für eine Impfung im Impfzentrum ist, dass man zu einer der impfberechtigten Personengruppen zählt und vorab einen Termin vereinbart. Ein spezielles Terminmanagementsystem wird derzeit erarbeitet. Geplant ist, dass Impftermine über die zentrale und kostenlose Telefon-Hotline 116 117 vereinbart werden können. 

Im Moment werden noch viele Einzelheiten rund um die Terminvergabe für die Corona-Impfungen abgestimmt. Die KV Nordrhein wird die Ärzte und Bürger zeitnah über die weiteren Schritte und das genaue Prozedere informieren. – Wir natürlich auch! 

 

Sie finden uns

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nächster Urlaub bzw. geänderte Öffnungs-zeiten:

Pandemiebedingt fällt weiterhin (zumindest bis Ende Januar nachmittags die Akutsprechstunde, da wir dann mit Termin die Infektpatienten versorgen und testen.

Unsere komplette Urlaubs-  und  Vertretungsregelung finden Sie hier.

Infos für neue Patienten

Erst einmal: Herzlich Willkommen! 

Wenn auch Sie zukünftig in unserer Praxis behandelt werden möchten, finden Sie alle wichtigen Informationen für neue Patienten hier.

Meditation gegen Corona-Angst
Frau Dr. Schöfmann hat für Sie eine etwa 20minütige Meditation bei / gegen Corona-Angst erstellt. Wir hoffen, Ihnen mit der Meditation diese schwere Zeit etwas zu erleichtern.
Meditation.mp3
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© Dr. med. Guido Pukies